Erstgespräch in der Psychotherapie: Ablauf und Vorbereitung
Vor einem Erstgespräch stehen oft ganz praktische Fragen: Wo ist die Praxis? Wie läuft der erste Kontakt ab? Was passiert im Gespräch? Welche Themen kann ich ansprechen? Hier finden Sie Informationen zu Ablauf, Vorbereitung und Buchung.
Gerade am Anfang ist diese Orientierung wichtig. Viele Menschen melden sich nicht mit einer fertig formulierten Diagnose, sondern mit einem Gefühl von Überforderung, Angst, Erschöpfung, innerer Unruhe, Grübeln, Rückzug, Selbstzweifeln oder wiederkehrenden Beziehungsmustern. Psychotherapie kann helfen, aus diesem unsortierten Erleben ein klareres Verständnis zu entwickeln.
Meine Praxis ist in Wien gut erreichbar. Online-Erstgespräche finden persönlich per Zoom statt. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen, Ihre Fragen und die Veränderungen, die Sie sich wünschen.
Wenn Sie konkret eine Praxis im 6. Bezirk suchen, finden Sie hier alle Informationen zur Psychotherapie in 1020 Wien, einschließlich Lage, Kosten und Kontaktmöglichkeit.
Kurz gesagt
Psychotherapie beginnt oft nicht mit Gewissheit, sondern mit Fragen. Manche Menschen fragen sich, ob ihre Beschwerden „schlimm genug“ sind. Andere wissen schon lange, dass sie Unterstützung brauchen, haben den ersten Schritt aber aufgeschoben. Wieder andere haben bereits vieles versucht: mehr Disziplin, Ablenkung, Rückzug, Gespräche mit Freunden, Sport, Selbsthilfetexte oder den Versuch, sich zusammenzureißen.
Ein Erstgespräch kann helfen, diese Fragen zu sortieren. Es geht darum, die aktuelle Belastung zu verstehen, mögliche Zusammenhänge sichtbar zu machen und einen passenden Rahmen zu finden. Sie müssen dafür keine perfekte Erklärung mitbringen. Eine kurze Beschreibung dessen, was Sie belastet, reicht als Anfang.
Inhalt dieses Artikels
- Wann Psychotherapie sinnvoll sein kann
- Was im Erstgespräch besprochen wird
- Wie Sie sich auf den ersten Kontakt vorbereiten können
- Welche Themen in einer verhaltenstherapeutischen Praxis häufig vorkommen
- Welche Rolle Wien, Praxislage und Online-Termine spielen
- Was bei Kosten, Dauer und Rahmen wichtig ist
- Wann zusätzliche medizinische oder akute Hilfe notwendig sein kann
Wann Psychotherapie sinnvoll sein kann
Psychotherapie kann sinnvoll sein, wenn seelische Belastungen über längere Zeit bestehen, immer wiederkehren oder wichtige Lebensbereiche einschränken. Dazu gehören Arbeit, Studium, Beziehungen, Schlaf, körperliche Anspannung, Konzentration, Entscheidungen, Freizeit, Sexualität, Selbstwert oder der Umgang mit Konflikten. Entscheidend ist nicht nur die äußere Funktionsfähigkeit, sondern auch der innere Preis, den Sie dafür zahlen.
Viele Menschen funktionieren nach außen noch gut, sind innerlich aber erschöpft. Sie erledigen Pflichten, wirken verlässlich, spüren aber kaum Ruhe, Freude oder Sicherheit. Andere merken, dass sie immer mehr vermeiden: Gespräche, Entscheidungen, Nähe, Fehler, körperliche Empfindungen, öffentliche Situationen oder alles, was Unsicherheit auslösen könnte.
Psychotherapie ist nicht erst dann erlaubt oder sinnvoll, wenn gar nichts mehr geht. Sie kann gerade dann hilfreich sein, wenn Muster erkennbar werden, die immer mehr Raum einnehmen. Je früher ein Kreislauf verstanden wird, desto eher kann man lernen, anders damit umzugehen.
Typische Gründe für ein Erstgespräch
Häufige Gründe für ein Erstgespräch sind Angst, Panik, depressive Stimmung, Erschöpfung, Zwangsgedanken, starkes Grübeln, Schlafprobleme, chronischer Stress, Selbstwertprobleme, Perfektionismus, Konfliktvermeidung oder wiederkehrende Beziehungsmuster. Manchmal steht ein konkreter Anlass im Vordergrund: Trennung, berufliche Belastung, Verlust, Konflikt, Entscheidung oder eine körperliche Symptomatik, die Angst macht.
Oft sind die Themen miteinander verbunden. Eine Angststörung kann zu Vermeidung führen, Vermeidung zu Rückzug, Rückzug zu depressiver Stimmung. Perfektionismus kann kurzfristig Sicherheit geben, langfristig aber Erschöpfung und Selbstkritik verstärken. Beziehungsmuster können Selbstwertprobleme aktivieren, die wiederum Grübeln oder Anpassung auslösen.
Im Erstgespräch geht es darum, diese Verbindungen nicht vorschnell festzulegen, sondern sorgfältig zu verstehen. Das schafft Orientierung und verhindert, dass nur an Symptomen gearbeitet wird, während das aufrechterhaltende Muster unsichtbar bleibt.
Was Sie vor dem Erstgespräch wissen sollten
Sie müssen im Erstgespräch nicht alles geordnet erzählen. Es ist normal, dass Gedanken springen, dass Scham auftaucht oder dass man nicht weiß, wo man beginnen soll. Ein hilfreicher Start kann sein: Was belastet Sie aktuell am meisten? Seit wann ist das ungefähr so? Was haben Sie bereits versucht? Was vermeiden Sie inzwischen? Was wünschen Sie sich von einer Therapie?
Wenn Sie möchten, können Sie vorab ein paar Stichworte notieren. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie im Gespräch leicht den Faden verlieren oder dazu neigen, sich selbst zu relativieren. Eine Liste muss nicht vollständig sein. Sie dient nur als Orientierung.
Wichtig ist auch: Psychotherapie ist ein gemeinsamer Klärungsprozess. Nicht jede Frage muss in der ersten Stunde beantwortet werden. Manchmal braucht es mehrere Gespräche, bis die wichtigsten Muster sichtbar werden. Das ist kein Fehler, sondern Teil einer sorgfältigen therapeutischen Arbeit.
Was im Erstgespräch passiert
Im Erstgespräch schildern Sie Ihr Anliegen, und ich stelle Fragen, die helfen, die Belastung genauer zu verstehen. Dabei kann es um aktuelle Symptome, Lebenssituation, frühere Erfahrungen, bisherige Bewältigungsversuche, medizinische Themen, Schlaf, Arbeit, Beziehungen und Ziele gehen. Die Tiefe richtet sich danach, was im ersten Gespräch sinnvoll und zumutbar ist.
Sie lernen meine Arbeitsweise kennen und können Ihre Fragen stellen. Ich arbeite verhaltenstherapeutisch mit ergänzenden schematherapeutischen Elementen. Das bedeutet: Wir betrachten konkrete Situationen im Alltag und zugleich wiederkehrende innere Muster, etwa Selbstkritik, Überanpassung, Kontrollbedürfnis, Angst vor Ablehnung oder innere Strenge.
Am Ende sollte klarer sein, worum es geht und welcher nächste Schritt möglich ist. Das kann eine weitere psychotherapeutische Arbeit sein, eine Empfehlung zur zusätzlichen medizinischen Abklärung oder auch die Entscheidung, dass ein anderes Angebot besser passt.
Psychotherapie in 1020 Wien: lokale Orientierung
Die Suche nach Psychotherapie in 1020 Wien ist oft sehr praktisch motiviert. Eine Praxis soll erreichbar sein, der Weg soll in den Alltag passen, und die Umgebung soll sich verlässlich anfühlen. Gerade bei regelmäßigen Terminen ist die Lage nicht nebensächlich. Ein realistischer Weg zur Therapie kann helfen, Termine tatsächlich wahrzunehmen und die Therapie in den Alltag zu integrieren.
Für Menschen aus dem 6. Bezirk, aus angrenzenden Bezirken oder mit guter öffentlicher Anbindung kann eine Praxis in zentraler Lage sinnvoll sein. Gleichzeitig ist nicht nur Nähe entscheidend. Im Erstgespräch lernen Sie meine Arbeitsweise kennen und besprechen Ihr Anliegen und Ihre Fragen. Psychotherapie ist keine reine Dienstleistung nach Distanz, sondern ein persönlicher Arbeitsprozess.
Wenn die Anreise schwierig ist oder Online-Termine aus anderen Gründen sinnvoller erscheinen, kann auch Online-Psychotherapie eine Möglichkeit sein. Informationen zum Ablauf und zur Buchung finden Sie auf der verlinkten Seite.
Verhaltenstherapie als Arbeitsweise
In der Verhaltenstherapie wird psychische Belastung als Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen, Körperreaktionen und Verhalten verstanden. Diese Bereiche beeinflussen sich gegenseitig. Ein Gedanke kann Angst auslösen, Angst verändert den Körper, körperliche Anspannung verstärkt die Bedrohungsbewertung, und daraus entsteht Vermeidung oder Kontrolle.
Der Vorteil dieses Modells ist seine Konkretheit. Es bleibt nicht bei allgemeinen Erklärungen, sondern schaut auf typische Alltagssituationen. Was passiert Montagmorgen vor der Arbeit? Was passiert, wenn eine Nachricht nicht beantwortet wird? Was passiert, wenn ein körperliches Symptom auftaucht? Was passiert nach einem Fehler? Solche Situationen zeigen oft sehr genau, wie ein Muster funktioniert.
Verhaltenstherapie bedeutet dabei nicht, Gefühle wegzutrainieren. Sie soll helfen, Gefühle zu verstehen, einzuordnen und neue Handlungsmöglichkeiten aufzubauen.
Schematherapie: wenn alte Muster heute aktiv werden
Schematherapie kann besonders hilfreich sein, wenn Probleme nicht nur situativ auftreten, sondern sich durch viele Lebensbereiche ziehen. Manche Menschen erleben immer wieder, nicht gut genug zu sein. Andere erwarten Ablehnung, fühlen sich schnell schuldig, haben Angst vor Nähe, geraten in Überverantwortung oder reagieren auf Kritik mit starker Scham.
Solche Muster sind oft nicht irrational im einfachen Sinn. Sie haben eine Geschichte und waren vielleicht einmal Schutz. Heute können sie jedoch dazu führen, dass Menschen sich klein machen, überanpassen, kontrollieren, vermeiden oder innerlich sehr hart mit sich umgehen. In der Therapie wird untersucht, wann diese Muster aktiv werden und welche neuen inneren Antworten möglich sind.
Gerade bei Selbstwertproblemen, Beziehungsmustern, Perfektionismus und chronischer innerer Anspannung kann die Verbindung von Verhaltenstherapie und Schematherapie wichtig sein.
Häufige Anliegen: Angst und Panik
Angst ist ein normaler Teil des Lebens. Sie wird dann zum Problem, wenn sie übermäßig stark wird, häufig auftritt oder den Alltag immer stärker einschränkt. Betroffene vermeiden vielleicht bestimmte Orte, Gespräche, körperliche Belastung, soziale Situationen oder Entscheidungen. Kurzfristig entlastet Vermeidung, langfristig kann sie den Bewegungsraum verkleinern.
In der Verhaltenstherapie geht es bei Angst darum, den Kreislauf aus Auslöser, Bewertung, Körperreaktion, Vermeidung und Sicherheitsverhalten zu verstehen. Je nach Anliegen können Psychoedukation, Arbeit an Bewertungen, Umgang mit Körperreaktionen und schrittweise neue Erfahrungen eine Rolle spielen.
Mehr dazu finden Sie unter Angststörungen und Angststörung Therapie Wien · Angst: Wann Verhaltenstherapie sinnvoll ist.
Häufige Anliegen: Depression und Erschöpfung
Depressive Belastungen zeigen sich nicht immer nur durch Traurigkeit. Viele Menschen erleben Erschöpfung, Antriebslosigkeit, innere Leere, Schlafprobleme, Rückzug, Konzentrationsprobleme oder starke Selbstkritik. Manche verlieren Freude und Interesse, andere funktionieren weiter, fühlen sich aber innerlich abgeschnitten.
Psychotherapie kann helfen, depressive Kreisläufe zu verstehen und schrittweise zu verändern. Dabei können Aktivitätsaufbau, Umgang mit Grübeln, Selbstwertarbeit, Tagesstruktur, emotionale Klärung und die Bearbeitung von Überforderung wichtig sein. Bei schwerer Symptomatik oder akuter Krise ist zusätzliche ärztliche oder psychiatrische Abklärung wichtig.
Weiterführend: Depressionen, Psychotherapie bei Depression in Wien · Depression: Wann Hilfe sinnvoll ist und Burnout oder Depression.
Häufige Anliegen: Grübeln und Zwangsgedanken
Grübeln fühlt sich oft an wie Problemlösen, führt aber selten zu echter Klarheit. Der Kopf kehrt immer wieder zu denselben Fragen zurück: Was, wenn ich falsch entschieden habe? Was, wenn etwas Schlimmes passiert? Was bedeutet dieser Gedanke? Warum kann ich nicht einfach sicher sein?
Zwangsgedanken können zusätzlich erschrecken, weil sie aufdringlich, unangenehm oder scheinbar nicht passend zum eigenen Selbstbild sind. Verhaltenstherapie hilft, den Unterschied zwischen Gedanken, Bedeutung, Sicherheitsverhalten und tatsächlichem Risiko genauer zu verstehen. Ziel ist nicht, jeden Gedanken zu kontrollieren, sondern den Umgang mit Gedanken zu verändern.
Mehr dazu: Starkes Grübeln, Zwangsstörungen und Zwangsgedanken oder Grübeln?.
Häufige Anliegen: Selbstwert und Beziehungen
Selbstwertprobleme zeigen sich oft in Beziehungen. Eine kleine Kritik kann lange nachwirken. Eine unbeantwortete Nachricht kann Verlustangst auslösen. Ein Konflikt kann sich so bedrohlich anfühlen, dass man lieber schweigt. Manche Menschen passen sich stark an, andere schützen sich durch Rückzug oder Kontrolle.
Psychotherapie hilft, diese Muster zu verstehen, ohne sie zu verurteilen. Oft waren sie einmal sinnvoll: Anpassung schützte vor Konflikt, Kontrolle vor Unsicherheit, Rückzug vor Verletzung. Heute können dieselben Strategien jedoch Nähe, Klarheit und Selbstvertrauen erschweren. Verhaltenstherapie und Schematherapie können hier gemeinsam ansetzen.
Passende Seiten sind Beziehungsmuster und Persönlichkeit und Geringer Selbstwert.
Kosten, Dauer und Frequenz
Rahmenbedingungen sind wichtig, weil Psychotherapie regelmäßig stattfindet und planbar sein sollte. Informationen zu Kosten, Dauer einer Einheit, möglichen Rückerstattungen und organisatorischen Fragen finden Sie auf der Seite Setting und Preise. Im Erstgespräch kann zusätzlich geklärt werden, welcher Rhythmus sinnvoll ist.
Wie lange Psychotherapie dauert, hängt vom Anliegen ab. Manche Themen sind begrenzt, andere betreffen mehrere Lebensbereiche und brauchen mehr Zeit. Wichtig ist, dass Ziele und Vorgehen immer wieder überprüft werden. Therapie sollte nicht beliebig laufen, sondern nachvollziehbar bleiben.
Praxis oder Online-Psychotherapie
Termine vor Ort in Wien können sinnvoll sein, wenn Sie einen klaren räumlichen Rahmen wünschen, wenn der Weg zur Therapie Struktur gibt oder wenn bestimmte Übungen in Präsenz passender sind. Online-Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn Anreise, Beruf, Betreuungspflichten oder räumliche Distanz eine Rolle spielen.
Wählen Sie für einen Online-Termin einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sprechen können. Bei akuten Krisen oder Selbstgefährdung suchen Sie bitte sofort direkte Hilfe. Bei sehr schweren Beschwerden kann zusätzliche persönliche, ärztliche oder psychiatrische Unterstützung notwendig sein.
Wann Sie nicht warten sollten
Wenn eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung besteht, wenn Sie sich nicht sicher fühlen, wenn psychotische Symptome auftreten, wenn Substanzkonsum außer Kontrolle gerät oder wenn körperliche Symptome medizinisch unklar sind, sollte rasch ärztliche, psychiatrische oder notfallmäßige Hilfe gesucht werden. Ein regulärer Psychotherapietermin ist dann nicht der richtige erste Schritt.
Auch bei starker Depression, massiver Schlaflosigkeit, deutlichem Gewichtsverlust, Panik mit medizinisch unklaren Beschwerden oder starker Alltagsunfähigkeit kann zusätzliche Abklärung wichtig sein. Psychotherapie kann dann Teil eines umfassenderen Behandlungsplans sein.
Wie Sie eine erste Nachricht formulieren können
Eine erste Nachricht muss nicht ausführlich sein. Hilfreich sind drei bis fünf Sätze: Was belastet Sie aktuell? Seit wann ungefähr? Suchen Sie einen Termin vor Ort in Wien oder online? Wie sind Sie erreichbar? Falls es wichtige organisatorische Einschränkungen gibt, können Sie diese ebenfalls erwähnen.
Name ist für das Kontaktformular nicht entscheidend; E-Mail und Nachricht sind die wichtigsten Angaben. Wenn es Ihnen schwerfällt, das Problem zu beschreiben, können Sie auch genau das schreiben. Der erste Schritt muss nicht perfekt sein.
Wie Therapieziele gemeinsam entwickelt werden
Therapieziele entstehen nicht immer am Anfang in fertiger Form. Manche Menschen kommen mit einem sehr konkreten Ziel, etwa weniger Panikattacken zu erleben, eine bestimmte Situation wieder bewältigen zu können oder Grübeln zu reduzieren. Andere spüren nur, dass sie so nicht weitermachen möchten. Auch das ist ein ausreichender Ausgangspunkt.
In der Therapie werden Ziele so formuliert, dass sie im Alltag überprüfbar werden. Statt nur „Ich möchte weniger Angst haben“ kann ein Ziel lauten: „Ich möchte wieder U-Bahn fahren können, ohne vorher stundenlang zu kontrollieren.“ Statt „Ich möchte selbstbewusster sein“ kann es heißen: „Ich möchte Kritik hören können, ohne mich tagelang innerlich abzuwerten.“ Solche konkreten Ziele machen Veränderung greifbarer.
Gleichzeitig bleiben Ziele beweglich. Wenn im Verlauf deutlich wird, dass hinter einem Symptom ein tieferes Muster steht, kann der Fokus angepasst werden. Das ist kein Umweg, sondern Teil einer sorgfältigen therapeutischen Arbeit.
Was Psychotherapie nicht leisten soll
Psychotherapie soll nicht dazu dienen, Menschen möglichst leistungsfähig, angepasst oder konfliktfrei zu machen. Es geht nicht darum, unangenehme Gefühle wegzutrainieren oder immer positiv zu denken. Angst, Trauer, Ärger, Scham und Unsicherheit sind menschliche Gefühle. Problematisch wird es, wenn sie starr, übermächtig oder handlungsbestimmend werden.
Ein gutes therapeutisches Vorgehen respektiert deshalb die Funktion von Symptomen. Rückzug kann ein Schutzversuch sein. Kontrolle kann Sicherheit herstellen sollen. Perfektionismus kann vor Kritik schützen. Selbstkritik kann den Versuch enthalten, Fehler zu verhindern. Erst wenn diese Funktion verstanden wird, kann Veränderung wirklich ansetzen. Ziel ist mehr Freiheit im Umgang mit sich selbst, nicht ein künstlich glattes Funktionieren.
Was bei lokaler Psychotherapie-Suche wirklich zählt
Für regelmäßige Gespräche sind Erreichbarkeit, ein verlässlicher Rahmen und die Möglichkeit, offen zu sprechen, wichtig. Im Erstgespräch lernen Sie meine Arbeitsweise kennen und können Ihre Fragen stellen.
Gerade bei Angst, Depression, Grübeln oder Selbstwertproblemen kann ein gut erreichbarer Ort helfen, die Therapie in den Alltag einzubauen. Online-Termine ersparen Ihnen die Anfahrt und ermöglichen persönliche Gespräche aus einem vertrauten Umfeld.
Typische Situationen vor dem ersten Kontakt
„Ich weiß nicht, ob mein Problem groß genug ist“
Sie können sich mit Ihren Fragen, Beschwerden oder wiederkehrenden Belastungen für ein Erstgespräch anmelden. Gemeinsam nehmen wir uns Zeit, Ihre Situation zu verstehen und nächste Schritte zu besprechen.
„Ich funktioniere, aber innerlich kostet alles zu viel“
Nach außen sichtbares Funktionieren sagt wenig darüber aus, wie hoch der innere Druck ist. Wenn Schlaf, Selbstwert, Erholung, Beziehungen oder Konzentration leiden, kann Unterstützung sinnvoll sein, auch wenn Pflichten noch erfüllt werden.
„Ich möchte nicht alles neu erzählen müssen“
Im Erstgespräch muss keine vollständige Lebensgeschichte erzählt werden. Es reicht, mit der aktuellen Belastung zu beginnen. Die wichtigen Zusammenhänge werden gemeinsam und Schritt für Schritt erarbeitet.
Gut erreichbarer Rahmen für regelmäßige Termine.
Klärung von Anliegen, Ziel und Setting.
Konkrete Arbeit an belastenden Kreisläufen.
Persönliche Gespräche per Zoom.
Erstgespräch in der Psychotherapie anfragen
Ein Online-Erstgespräch können Sie direkt im Kalender buchen. Es findet per Zoom statt, dauert 50 Minuten und kostet 150 €. Wir besprechen Ihre aktuelle Situation, mögliche Ziele und die nächsten Schritte. Eine kurze Beschreibung Ihres Anliegens reicht für den Einstieg. Über weitere Termine entscheiden Sie nach dem ersten Gespräch in Ruhe. Wenn Sie einen Praxis-Termin in Wien bevorzugen, reicht zunächst eine kurze Anfrage über das Kontaktformular.
Praxis-Termin oder anderes Anliegen anfragen
Häufige Fragen zu Erstgespräch in der Psychotherapie
Ist die Praxis nur für Menschen aus 1020 Wien gedacht?
Nein. Die lokale Angabe hilft vor allem bei der Orientierung. Termine können auch für Menschen aus anderen Bezirken oder online relevant sein, wenn Methode, Rahmen und Arbeitsweise passen.
Kann ich auch kommen, wenn ich keine Diagnose habe?
Ja. Sie können mit Symptomen, Fragen oder wiederkehrenden Belastungen ins Erstgespräch kommen. Gemeinsam sortieren wir Ihr Anliegen und besprechen die nächsten Schritte.
Was soll ich in die erste Nachricht schreiben?
Eine kurze Beschreibung reicht: Was belastet Sie, seit wann ungefähr, und ob Sie einen Termin vor Ort oder online suchen. Sie müssen keine ausführliche Lebensgeschichte schreiben.
Wie schnell bekomme ich einen Termin?
Freie Online-Termine sehen Sie direkt im Buchungskalender. Für einen Termin in der Praxis senden Sie bitte eine kurze Anfrage über das Kontaktformular.
Fazit: Ein Erstgespräch schafft Orientierung
Psychotherapie in Wien zu suchen ist oft ein wichtiger Schritt, besonders wenn Belastungen schon länger bestehen oder der Alltag enger geworden ist. Das Erstgespräch muss nicht perfekt vorbereitet sein. Es soll helfen, die Situation zu verstehen, Ziele zu klären und einen passenden Rahmen zu finden.
Wenn Sie merken, dass Angst, Grübeln, Depression, Stress, Selbstzweifel oder Beziehungsmuster zu viel Raum einnehmen, kann ein erstes Gespräch sinnvoll sein. Es geht nicht darum, sofort alles zu wissen, sondern gemeinsam einen Anfang zu finden.
Über Dr. Richard Blokesch
Ich bin Psychotherapeut in Wien und arbeite verhaltenstherapeutisch mit ergänzenden schematherapeutischen Elementen. Meine Arbeitsschwerpunkte sind Angst, Depression, Zwang, starkes Grübeln, chronischer Stress, Selbstwertprobleme und belastende Beziehungsmuster. Termine finden in Wien und online per Zoom statt.
Verwandte Artikel
- Alle Themen im Psychotherapie-Blog
- Verhaltenstherapie in Wien
- Schematherapie: Erweiterung der KVT in Wien und online
- Traumatherapie in Wien und online: traumafokussierte KVT
Ihr Anliegen im Erstgespräch besprechen
Im Erstgespräch besprechen wir Ihre Situation, Ihre Fragen und einen passenden nächsten Schritt. Wenn Sie meine verhaltenstherapeutische Arbeitsweise kennenlernen möchten, können Sie direkt einen Online-Termin wählen.
Online-Erstgespräch buchenPer Zoom · 50 Minuten · 150 €
Praxistermin oder persönliche Frage
Für einen Termin in der Praxis in Wien oder eine Frage zum passenden Rahmen senden Sie mir eine kurze Nachricht. Eine knappe Beschreibung Ihres Anliegens genügt.